Lebenslauf des Otto Christoph v. Thun,

Herrn auf Schlemmin etc.pp. 1664 bis 1743

Dieser Bericht ist einer Chronik der pommerschen v. Thuns entnommen, die in einer recht fehlerhaften Abschrift vorliegt. Die Schreibung wurde bis auf offensichtliche Schreibfehler so übernommen, wie vorgefunden. Falls Personen- oder Ortsnamen nach den zeitgenössischen Maßstäben falsch geschrieben sind, lasse man es uns bitte wissen!

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Später erhielt er auch noch aus der Erbschaft seiner beiden Oheime Friedrich und Julius von Hoben das Gut Volksdorf. Im Jahre 1698 hatte er sich mit der reichen Anna Johanna von Negendanck vermählt. Er war ein kräftiger und dabei freundlicher Mann und hat seine Besitzungen wieder sehr in Aufnahme gebracht, theils durch Abtragung alter Schulden, die z.B. zuerst von Barold von Thun in den Jahren 1442 und 1444 aufgenommenen und später von verschiedenen seiner Nachfolger bedeutend vermehrten Barthschen Kirchenschuld am 11ten August 1700, teils auch durch bessere Bewirtschaftung der Aecker sowie durch mancherlei Neubauten. Unter den letzteren waren der ganze Hof zu Schlemmin und die drei großen Gebäude gegenüber, auch baute er das alte Herrenhaus um, behielt aber den älteren Teil mit dem Burgverließ bei.

Otto Christoph starb 1743 und ist mit seiner Gemahlin, die ihn vier Jahre überlebt hat, in einer besonderen Gruft in der Kirche zu Schlemmin beigesetzt. Er hinterließ zwei Söhne und eine Tochter, - Agnes Eleonora, geb. 1712, die sich 1745 mit ihrem Vetter, dem Königlich Polnisch-Chursächsischen Oberist-Lieutenant, nachmaligen Landrath Victor Christian von Thun, Erbherr auf Tribohm vermählte. Der ältere der Söhne Joachim Friedrich geboren am 6ten November 1699, folgte seinem Vater im Besitz von Schlemmin, Zornow, Ahrenshagen und Neuen-Rostock.

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© Pfarramt Ahrenshagen, 05.02.2002
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