Eigenhändiger Lebenslauf des Pastors Carl Haack, 1830 bis 1905


Der folgende Text entstammt dem Kirchenbuch der Gemeinde Schlemmin, das 1853 von Pastor Halleen begonnen wurde.
Die Schreibung wurde, ausgenommen offensichtliche Schreibfehler, übernommen, wie vorgefunden.

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Darauf wirkte er als Hauslehrer auf Rügen und in der Camminer Synode, während welcher Zeit er seine beiden theologischen Examina beim Kön. Consistorium in Stettin machte.

Am 27. November 1859 ward er vom Hr. Generalsup. Dr. Jaspis ordinirt und ging in die Bütower Synode, wo er vom December 1859 bis Ostern 1860 als Pfarrverweser zu Rommin von Ostern 1860 bis December 1862 als Pfarrverweser zu Jassen(?), und v. Decbr. 1862 bis Oct. 1867 als Pastor zu Rommin fungirte. Eben dort verheirathete er sich mit Juliane Luise Wilhelmine, Tochter des zu Barth verstorbenen Kön. Superintendenten Dumrath. Die Hochzeit war im großelterlichen Hause zu Stralsund. Die Trauung ward vom Onkel der Braut, Herrn Pastor Dr. Wilken zu Stralsund vollzogen.

4. Unser viertes theures Kind: Friedrich Emil Ludwig ward am 24. Januar 1874 zu Zingst geboren. Möge er uns erhalten bleiben und zu einem rechten Gottesmenschen heranreifen. Jubilar 1876 ward der Pastor in sein hiesiges Pfarramt eingeführt. Im folgenden Winter erkrankte derselbe schwer am Typhus u. war seine Wiederherstellung wie ein Wunder Gottes. Am Sonntage Judica 1877 konnte er wieder die Kanzel betreten. Bis zum Herbst 1895 war der Pastor Haack hier im Pfarramt. Dann ließ er sich nach 36-jähriger Amtszeit pensionieren. Am Erntedankfeste hielt er seine Abschiedspredigt. Mit denRotenadlerorden IV. Classe wurde er ausgezeichnet. Er lebte dann noch bis im Juli 1905 als Emeritus Greifswald. Durch einen schnellen Tod erlöste ihn der Herr von seinem schweren Leiden, das ihn in den letzten Wochen seines Lebens getroffen hatte. Sein einziger, ihm von vier Kindern übrig gebliebener Sohn wurde Kgl. Oberförster. Er hat dem Vater viel Freude gemacht.

Als Nachfolger wurde von der Kirchenpatronin, der Gräfin Stolberg-Wernigerode der Neffe des Vorgängers, der Pfarramtskandidat Gustav Herrmann Weißenborn berufen.

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© Pfarramt Ahrenshagen, 05.03.2002
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