Zeittafel zu Ort und Kirche Tribohm

[ woher weiß man's?]
etwa 750 Wendische Siedlung "Tribun", was auf einen Opferplatz oder auch eine Rodung verweist [Me40,1]
zwischen 1158 und 1163
Könnte eine vermutlich früher vorhandene slawische Siedlung im Zuge einer germanischen Besiedlungswelle Mecklenburgs erstmalig von Germanen in Besitz genommen worden sein. Diese Welle endete mit dem obodritischen Aufstand 1163/64 unter Führung der Söhne des Slawenfürsten Niklots, Wertislaw und Pribislaw. Dazu paßt, daß, wie in der überkommenen Chronik von Tribohm behauptet, Berno von Schwerin den Bau der (einer) Kirche veranlaßt und die Weihe selbst vorgenommen haben soll. Berno von Schwerin, der 1158 sein Amt übernahm, stirbt 1191. Dagegen spricht, daß die Ostgrenze dieser Besiedlungswelle wahrscheinlich weiter westlich verlief, daß die Mecklenburger keinen Grund hatten, Sümpfe im Rücken, ausgerechnet das Ostufer der Recknitz zu befestigen. Diese "Brückenkopfthese" verkennt die Eigenheiten der Landschaft.

Rechts das Siegel von Bischof Berno von Schwerin, fände man es irgendwo in der Kirche, dann wäre die Datierung klarer
Siegel Bernos von Schwerin
zwischen 1168 und 1184 2. These: Bau der Wehrkirche zur Grenzbefestigung durch die Dänen bzw. von ihnen geschickte Siedler. Seit 1136 führen die dänischen Könige immer wieder Feldzüge gegen die Slawen in Rügen und Pommern. Erbauer der Kirche? Waldemar I. 1157 - 1182 intensiviert im Bündnis mit dem Erzbistum Lund und teilweise mit, teilweise gegen Heinrich den Löwen die Eroberung und Christianisierung des Gebietes. Nach der Eroberung der Slawenfeste Arkona im Jahre 1168 sind die Dänen Herren Rügens, die von ihnen belehnten Rügenfürsten bleiben bis 1325 unter dänischer Hoheit. Die Expansion geht weiter. Zeugnis dafür ist u.A. die Besetzung des von slawischen Edelleuten gegründeten Klosters Dargun durch Mönche aus Esrom (Dänemark) im Jahre 1172. Nach dem Sturz Heinrich des Löwen, 1180, üben die Dänen im Bereich von Recknitz bis Ryck unter Einbeziehung örtlicher Fürsten unangefochten die Oberhoheit aus. Eine dänische Befestigung der Westgrenze, also entlang der Recknitz gegen die (noch) rivalisierenden Mecklenburger hat Sinn. 1184 besiegen die Dänen im Greifswalder Bodden die Pommern unter Bogislaw I. endgültig und infolge dieses Sieges unterwerfen sich 1185 auch die mecklenburgischen Slawenfürsten Borwin (von Ilow und Mecklenburg) und Niklot (von Rostock). Die Dänen haben die Herrschaft an der gesamten Ostseeküste, die ihnen erst 1227 durch die Lübecker und Hamburger teilweise wieder abgejagt wird. Wenn man vorsichtshalber annimmt, daß die Tribohmer Gegend, obwohl küstennah gelegen, keinen dänischen Brückenkopf bildete, der schon vor dem Sieg über die Rügenfürsten bestand, dann ergibt sich als wahrscheinlichster Zeitraum für die Errichtung gleich einer Kette von Wehrkirchen der angegebene.

Die Dänen jener Zeit sind natürlich keine Wikinger. Hägar steht hier nur als Symbol für die alten Dänen.
1200 Die rügenschen Fürsten Jaromar I. (1170-1218) und Wizlaw I. (1218-1249) fördern die Siedlungstätigkeit durch persönliche Freiheiten und steuerliche Erleichterungen. Es beginnt die friedliche Landnahme durch deutsche Bauern, Handwerker, Händler, Ritter und Mönche.
1210 bis 1215 3. These: Bau der Kirche durch Ungenannt. Diese Datierung soll aus der Chronik von Tribohm stammen und ist verbunden mit der dazu zeitlich nicht passenden Zuordnung zu Berno von Schwerin.
Der berühmte Archivrat Lisch datiert die heutige Tribohmer Kirche auf 1212 [Me40,1].
1231 Der rügensche Fürst Witzlaff I. gründet das Kloster Neuenkamp/Neuencamp (heute Franzburg) [Me40,1], eine Filiation der rheinischen Zisterzienserabtei (Alten)Kamp. Dies wird einer der größten Klosterkomplexe im südlichen Ostseegebiet des 13./14. Jahrhunderts. Die Mönche intensivieren die schon früher eingeleitete wirtschaftliche Erschließung des Landes.
gegen 1250 4. These: Bau der heutigen Kirche durch Handwerker aus der Altmark.
Zur Datierung:
Da der Bau in eine Zeit fällt, in der so vergleichsweise unwichtige Bauten nicht dokumentiert wurden, kann eine sichere Datierung nur über bautechnische Zuordnungen und gegebenenfalls den Einsatz moderner Analytik von Holz und Baustoffen erfolgen. Dendrochronologische Untersuchungen haben für das Chorgebälk mit hoher Sicherheit das Baujahr 1251 ergeben.
Zum Baustil:
Eine bautechnische Untersuchung durch Herrn Schöfbeck hat eine große stilistische Nähe zu gleichalten Kirchenbauten der Altmark ergeben.
Wer läßt bauen?
Natürlich könnte das nahe gelegene Kloster Neuencamp Bauherr sein, es kann aber auch ein von Ratzeburg aus entsandter Lehnsherr sein. Der erste belegte Besitzer in Tribohm (1268) ist ein von Dechow. Ob er mit dem Orte Dechow (bei Ratzeburg) zu tun hat, ist nicht klar. Ratzeburg steht seit seiner Gründung im Jahre 1154 in engster Verbindung zum Erzbistum Magdeburg, was den altmärkischen stilistischen Einfluß erklären könnte. Zu dieser Zeit steht der zuständige slawische Rügenfürst unter dem Einfluß Ratzeburgs: 4. November 1249, Lyon — Papst Innozenz IV. gibt dem Bischof und dem Propst von Ratzeburg den Auftrag, den Fürsten von Rügen bei Strafe der Exkommunikation zu gebieten, daß sie die gefangen gehaltenen Kreuzfahrer aus der Bremer Kirchenprovinz, die nach Livland oder Preußen ziehen wollen, ohne Lösegeld freilassen. ( Quelle PrUB 1.1.228).
1268 Erste urkundliche Erwähnung Tribohms. Kloster Neuencamp erhält 2 Hufen Land von Eckard von Dechow zum Geschenk, die Fürsten Wizlaw II. und Jaromar bestätigen dies [Me40,2].
1270 Ein Ritter Ernst von Pentz schenkt dem Kloster Neuencamp die Bertrams- oder Monekenmühle. Diese wird 1298 als Peserow wieder erwähnz [Me40,2].
1272 Das Patronat der Kirche geht an das Kloster Neuencamp
1276 Das Kloster Neuencamp erhält von Witzlaff II. die Mühle in Gruel zum Geschenk, die 1940 noch vorhanden ist [Me40,2].
1280 - 1288 Familie Buckow als Besitzer in Tribohm genannt
1283 KLoster Neuencamp kauft den Zehnten zweier Hufen vom Bischof von Schwerin [Me40,2].
1288 Vertrag des Klosters Neuencamp mit den Rittern Anton und Philipp von Buch, die Mühle in Tribohm betreffend
1298 Witzlaw II. befreit die Tribohmer Mühle von der Bede
1314 Kloster Hiddensee kauft von dem von Buch in Tribohm eine Mühle für 170 Mark, von Buch kauft für den Tribohmer Pfarrer eine Kornernte von 8 Scheffeln Hafer von den Hiddenseern
1320  Familie Bur(e) als Besitzer in Tribohm genannt
1321 Familie Junge als Besitzer in Tribohm genannt
1328 Die Zugehörigkeit des Herzogtums Barth zum Fürstentum Rügen endet mit dem Tode Wizlaw III. Der Rügensche Erbfolgekrieg, der 1328 mit dem Frieden von Brudersdorf endet, hat zur Folge, daß die Gegend für 12 Jahre an Mecklenburg verpfändet wird. Die Rückgabe kann nur durch neuen Krieg zwischen Mecklenburg und Pommern-Wolgast erreicht werden und wird nach dem Pommerschen Sieg über die Mecklenburger auf dem Schopendamm bei Loitz im Stralsunder Friede 1354 gesichert.
1335 Kloster Hiddensee verkauft seinen Besitz in Tribohm an Kloster Neuencamp (heute Franzburg)
1348 Dietrich Neuenkirchen ist Pleban (kath. Pfarramtsverwalter) in Tribohm
1401 Überließ Martin von Oebelitz dem Kloster Neuencamp für 40 Mark eine weitere Hufe, die sein Schwiegersohn letztwillig der Kirche in Tribohm vermacht hatte
Heinrich Kreyenbergh ist Pleban in Tribohm (bis 1414)
1414 Am 22. November verkaufen die Brüder Heyne, Vicke und Hennecke Behr, Söhne des verstorbenen Heyne Behr d. Ä. auf Behrenwalde wiederverkäuflich dem Kloster Neuencamp 14 Mark sundische Pacht aus zwei Bauernhöfen zu Tribohm, beackert von Heinrich Timme und Radelef Blome für 40 Mark zur Stiftung einer Vikarei.
1421 Wahrscheinliches Erbauungsjahr des Turmes
1455 Am 17. September tauschen die Brüder Hennig und Marquard Behr zu Behrenwalde vom Kloster Neuencamp einen 2 Hufen großen Bauernhof in Tribohm, ohne Holz, gegen ihren 1 Hufe großen Hof zu Millienhagen ein. Das Holz verkaufte das Kloster an Achim von Scherping und Lanfrens Preen.
1456 Patronat wird vom Kloster Neuencamp zu deren Gründung der Universität Greifswald geschenkt, der Rektor erhält das Vorschlagsrecht für den Pfarrer, Bestätigung erfolgt aber über den Abt von Neuencamp durch den Bischof
1462 Am 17. März verpfändet Hennig Behr zu Behrenwalde dem Heinrich York zu Barth 5 sund. Mark jährliche Pacht aus zwei Bauernhöfen in Tribohm für 50 sund. Mark
1535 Das Patronatsrecht geht an den Herzog (?) über
1536 Die Klostergüter gehen durch die Reformation in Staatsbesitz über
? Pastoren sind ein ... Sander, danach Peter Wigell
vor 1558 - 1569 Joachim Lonemann wird Pastor in Tribohm. 1558 ist Kirchenvisitation, er beschwert sich über einen Bauern, der Dienste verweigert. 1569 wird er von den von Behr (Hans und Huchelt de Beeren) auf der Barther Synode beschuldigt, "daß er die Becher, Kannen, Pötte zwischen den Zähnen fassen, aussaufen und überwärts werfen" könne und vom Herzog seines Amtes enthoben. Lieber Herzog, gesunde Zähne sind eine Gottesgabe und gewiss keine Bestrafung wert!
Übrigens ist die Geschichte noch nicht am Ende. Lonemann soll an die Beschuldiger geschrieben haben um 'ihre Ehrbarigkeiten (zu) bitten, denjenigen zu melden, der ihren Ehrbarigkeiten solches aus Haß und Falschheit schändlich angebracht habe.' Darüberhinaus soll er seinerseits seinen Amtskollegen Nikolaus aus Pantlitz zu einem ehrbaren Leben ermahnen.
1583 Eine Kirchenmatrikel aus diesem Jahre erwähnt eine Kirche "St. Katharinenwurt" in Tribohm, es gehören zum Kirchspiel die Orte Tribohm, Palmzin, Plennin, Gruel und Camitz. Erwähnt werden ältere Pfarrer ohne Jahresangaben. Es amtiert Johannes Henning.
1603 - 1609 Gerd Rubenow wird Pfarrer in Tribohm. Bei seinem Tode, am 20. März 1609, hinterließ er "eine mannbare Tochter nebst einer abgelebeten und zur Ehe untüchtigen frawen".
1609 - 1635 Sein Nachfolger Franz Breitsprecher heiratet die mannbare Tochter seines Vorgängers und versieht bis zu seinem Tode 1635 das Amt.
1627 Martini fallen die kaiserlichen Truppen ein, Tribohm hat etwa 750 Einwohner
Wo sollen denn die alle gewohnt haben? Dies fragt sich der Kenner des heutigen Tribohm besorgt.
1627 - 1629 Die Kirche dient den kaiserlichen Truppen unter Wallenstein als Magazin, die Inneneinrichtung wird zerstört.
1631 Die Matrikel weist 12 Hufen als Besitz der Dosendbergs aus
1635 Magister Martin Meyer wird Pastor in Tribohm, ihm folgt bald Magister Schaumig [He58]
(Anmerkung zu ersterem: Nach anderen Quellen soll er Martin Hirte geheißen haben. Eine im Blick auf den heutigen Pastor höchst brisante Differenz!)
1637 Besitzer von Tribohm wird Philipp Christoph von Thun, er erhält diesen Besitz von Huchelt von Raethen auf Raverstorff wegen Schuldforderungen seines Vaters Otto von Thun gegen dessen Vater Johannes von Raethen.
1638 oder 1639 Pastor wird Hermann Clyan aus Barth
1648 Das Fürstentum Barth und damit auch Tribohm wird per Friedensvertrag der schwedischen Krone zugesprochen
1649 - 1687 Christoph oder Andreas Stahl (Sterl) wird angeblich durch die schwedische Regierung zum Pastor berufen und dient bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1687
1650 Datierung eines -nachträglich- im Turm eingebauten Balkens, der den Namen Andreas Werckmeister zeigt. Der Balken soll zuvor einer Empore angehört haben. Er läßt nicht auf das Alter des Turmes schließen, denn der hat sich inzwischen als wesentlich älter erwiesen.
1651 Am 20. September wird per Vertrag die Eigentumsübertragung von 1637 als erblich bestätigt,
mit Wirkung vom 10. November erhält Philipp Christoph von Thun das Patronatsrecht durch Königin Christine von Schweden
1661 Die Brüder Jochim Christof und Heinrich Behr treten ihren Besitz in Tribohm an Philipp Christoph von Thun ab.
1665 25. April, der Kauf wird lehnsherrlich bestätigt.
1675 Nach der Schlacht bei Fehrbellin rückt der Große Kurfürst in Vorpommern ein, die Gegend wird verwüstet
1687 - 1716 Daniel Schramm wird Pastor, 1716 wechselt er nach Barth
1700 - 1721 Im Nordischen Krieg wird Tribohm durch die Brandenburger, Dänen, Sachsen und Russen behelligt, zweimal von Russen und Dänen geplündert, vom Feuer zerstört, der Pastor flieht mit Frau und Kind nach Marlow. Wahrscheinlich ist, daß in diesem Krieg die Kirche erneut zerstört wurde und der Neuaufbau bis 1745 warten mußte. Bei Instandsetzungsarbeiten 1998 wurde festgestellt, daß sich im Inneren der zweischalig ausgeführten Wände erhebliche Reste von Wurzelwerk finden, was darauf schließen läßt, das wenigstens Teile des Daches über längere Zeit gefehlt haben müssen. Dafür kommen eigentlich nur diese Jahre in Frage.
1717 - 1762 Pastor wird August Heinrich Schultz, verheiratet mit der Tochter seines Vorgängers Schramm. Er stirbt 1762
1745 Pastor Schultz läßt Kirche samt Turm wieder herstellen. Der Patron gab dazu 500 fl. Es entstand die heutige barocke Ausstattung: Altar, Kanzel, Patronatslogen, Verlängerung der Fenster nach unten. Ein Bild des Pastors, das wenigstens bis 1911 erhalten war, trug die Aufschrift:
August Heinrich Schultz folgt Schrammen auf dem Fuß,
lehrt, und erfährt dabei, wieviel man leiden muß,
erbaut Kirch und Turm, doch war sein Wunsch dabei,
daß eines jeden Herz ein Tempel Gottes sei.
1760 Im Siebenjährigen Krieg 1756-1763, wurde die Gegend erneut zum Schlachtfeld. Dohna überschritt am 1.1.1760 die Recknitz und stand am 3.1.1760 bei Tribohm
1763 - 1792 Joachim Daniel Scheinert, der schon ab 1756 als Adjunkt in Tribohm war, wird Pastor, er bleibt bis zu seinem Tode im Dienst
1766 Das Pfarrhaus brennt ab, weil das Gesinde zur Nachtzeit gegen das Verbot des Pastors Flachs geschwungen hat.
Merke: Blinder Eifer schadet nur.
1767 Die von Thuns besitzen den adligen Hof mit 159 Einwohnern als Lehen, das verpachtet wurde.
1792 Das Pfarrhaus brennt ab, diesmal auch alle Kirchenbücher.
1794 - 1829 Nathanael Christian Kiekhöfen wird Pastor und bleibt bis zu seinem Tode im Amt
1806 Die Franzosen fallen über Tribohm nach Vorpommern ein und erobern 1807 Stralsund
1815 Vorpommern geht aus schwedischer in preussische Hoheit über
1822 Der Schullehrer wird durch Regierungsverfügung angewiesen, das Schulzimmer, welches er zum Wohnen nutzt, zu räumen und nicht weiter in einer Vorratskammer zu unterrichten. Pastor Kiekhöfen widerspricht, denn das umstrittene Zimmer ist das einzige, das dem Lehrer samt Familie zur Verfügung steht! Den Bau eines bewohnbaren Zimmers für den Lehrer lehnt der Patron von Thun energisch ab.
ca. 1824 Familie Anders hat Tribohm gepachtet
1830 Der Schulbesuch ist sehr unregelmäßig, das Schulzimmer fasst nicht alle Schulpflichtigen
1830 - 1875 Friedrich Ernst Dietrich Graeff ist Pfarrer bis zu seinem Ruhestand, hat 1830 ein neues Memorabilienbuch angelegt
1835 Tribohm hat 217 Einwohner, das Schulzimmer von von etwa 5 * 4,20 m2 muß 90 Schulkinder, aus allen Orten des Kirchspiels stammend, fassen. Der Küster und Lehrer Kölpin ist 70 Jahre alt.
1838 Der Lehrer Kölpin wird vor die Wahl gestellt, sich pensionieren zu lassen oder auf eigene Kosten einen Gehilfen einzustellen. Ein Seminarist kommt als Schulgehilfe nach Tribohm. 
1840 Lehrer Kölpin geht mit 74 Jahren in den Ruhestand. Schulstube und Lehrerwohnung werden durch Ausbau der Scheunendiele vergrößert.
1845 Einbau der Orgel von C. A. Buchholz, Berlin
1846 In Palmzin wird eine eigene Schule errichtet, in Tribohm verbleibt nur ein Lehrer
1846/47 Renovierung des Kircheninneren, grünlich-braune Übermalung von Altar, Kanzel und Gestühl
1850 Das Pfarrhaus brennt ab, der Pfarrer zieht mit seiner Familie in das Schulzimmer und eine daneben liegende Kammer.
1853 Die Grafen von Stolberg-Wernigerode werden durch Einheirat Patrone der Kirche, man lese dazu den Hochzeitsbericht!
1867 Das Pfarrhaus brennt ab, es wird ein Steinbau errichtet.
1868 Beim Bau der Chaussee zwischen Damgarten und Richtenberg brach unter den Arbeitern Typhus aus und fordert 14 Todesopfer, die in Tribohm beerdigt liegen.
Ein großer Sturm wirft die Pfarrscheune um und tötet 30 Schafe
gegen 1870 Entdeckung und Zerstörung eines slawischen Opferkreises auf der höchsten Stelle des Pfarrackers, bestehend aus 13 großen Steinen. Nach der Zerstörung wurden nur noch Stücke von Steinmessern gefunden. [Me40,1]
1873 Guß der heute noch vorhandenen Stahlglocke als Ersatz für die von 1650 stammende
1875 - 1911 Johannes Theodor Carl Ender, Studium in Halle und Berlin, ist Pfarrer und geht danach in den Ruhestand nach Stettin.
1903 Die Domäne Camitz wird aufgesiedelt, die Schülerzahl in Tribohm steigt auf 83
1905 16. November, Eröffnung der Schule in Camitz mit 26 Kindern, in Tribohm verbleiben 41
1911 - 1951 Vereinigung des Pfarrsprengels mit Schlemmin, von dort kommt Pastor Waldemar Friedrich Justus Kröcher, der bis 1951 in Tribohm amtiert. Er stirbt kurz vor Beginn seines Abschiedsgottesdienstes.
1924 Am 1. Januar wird Tribohm zugunsten der Siedlungsgenossenschaft Chludowo enteignet
1928 Vereinigung des Gutsbezirkes Tribohm mit den Gutsbezirken Ahrenshagen, Todenhagen, Prusdorf zur Landgemeinde Ahrenshagen [Me40,1]
1951 Es folgt Friedrich-Wilhelm Merkel, Studium in Heidelberg, Erlangen, Bethel, Zürich, als Pfarramts-Verwalter
1953 - 1959 Friedrich-Wilhelm Merkel ist Pastor für Schlemmin und Tribohm, danach in Berlin tätig
1959 - 1973 Joachim Voß ist Pastor
1974 Die Pfarrstelle ist aufgelöst, Tribohm wird von Ahrenshagen versehen
1977 Das nicht mehr benötigte Pfarrhaus wird verkauft
1987 Durch Initiative Tribohmer Gemeindeglieder und mit Unterstützung des Landwirtschaftsbetriebes wird das Dach der Kirche neu eingedeckt
1998 Notsicherung des Dachstuhls der Kirche mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
2001/2002 Das Kirchendach wird neu gedeckt und das Mauerwerk des Chores saniert.
Umfangreiche bautechnische und dendrochronologische Untersuchungen ergeben gesicherte Erkenntnisse zum Alter der Kirche und des Turmes.
© Pfarramt Ahrenshagen, Stand 16.02.2003
 ValidCSS-Validierung