Tribohmer Kirchturm - Aktuelle Bauberichte


Auf dieser Seite werden in der nächsten Zeit Bilder, Zeitungs- und Sachstandsberichte zur laufenden Turmreparatur gezeigt.
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Es beginnt mit Bildern zur Abnahme der Turmhaube vom 24.7.03; alle gezeigten Bilder dieses Tages stammen von Friedhelm Wegner.

Schäden am Dach

Genauer hingeguckt: Die Turmspitze. Schwere Ausfälle bei den Holzschindeln. Inzwischen längst vergessen, die neuen Schindeln dunklen schon langsam ein.

Abheben der Turmspitze

Beginn im Morgengrauen des 24. Juli.
10. August 2003:

Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung

Aus Vorpommern


(kiz/rn) "Ohne Dach und Fach" wäre die Turmsanierung der Tribohmer Kirche gefährdet. Durch Einstellung des Bundesprogrammes von "Dach und Fach" fehlen im nächsten Jahr mehr als 200 000 Euro für eine der ältesten Kirchen in Pommern. Wenn keine Lösung für die Kirche gefunden werden kann,. muss die Arbeit Ende des Jahres eingestellt werden.
In einem ersten Bauabschnitt wird zur Zeit das Obergeschoss und das Dach des 1419 erbauten Holzturmes erneuert. Mit einem Kran wurde kürzlich die Turmhaube abgenommen. Da ein großer Teil der Balken des Turms ausgewechselt werden müssen, wurde ein Stahlgerüst errichtet, das die Konstruktion abstützt. Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt sollen etwa 209.000 Euro betragen.
Durch einen Spendenaufruf der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurden in diesem Jahr mehr als 40.000 Euro für diese Arbeiten gesammelt. Weitere 40.000 Euro hat die Stiftung an Fördergeldern zugesichert. Land und Bund beteiligten sich mit jeweils 51.000 Euro aus dem Programm "Dach und Fach". Im Februar hatte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Kirche in die Liste "Denkmal in Not" aufgenommen, um mit einem Spendenaufruf den Fortgang der Sanierungsarbeiten unterstützen zu können. Neben den Spenden für den Turm fand sich daraufhin auch eine Privatstiftung aus Hamburg, die die notwendige Erneuerung des Außenputzes finanzieren will. Doch sollten die Mittel von "Dach und Fach" im nächsten Jahr nicht kommen, bleibt zumindest der Turm für längere Zeit auf das Stützgerüst angewiesen.

Fotos: Friedhelm Wegner

Die Turmreparatur

Langsam, langsam!


Turmreparatur
Unten angekommen. Erst hier erkennt man richtig,
wie gewaltig die Turmspitze eigentlich ist.

Bericht der Ostseezeitung vom Freitag, 22.August 2003

Langsam geht es an den Aufbau


Tribohm. Ein Kran bestimmt das Dorfbild im Ahrenshagen-Daskower Ortsteil Tribohm. Die Arbeiten an der Kirche sind in den vergangenen Wochen fortgesetzt worden und mittlerweile ist auch schon einiges zu sehen. "Wir sind jetzt dabei, langsam wieder mit dem Aufbau zu beginnen", sagte gestern Elmar Bodet , der die Restaurierung des Tribohmer Kirchturmes begleitet. In den Morgenstunden des gestrigen Donnertags war man dabei, die Deckenbalken der Glockenstube aufzulegen, die wuchtigen Balken machten den Einsatz eines Kranes und vor allem ein genaues Manövrieren des Kranfahrers notwendig.
Bei diesen Arbeiten werden die Glockenstühle etwas verrückt werden müssen, weil der Turm nun wieder so hergestellt wird, wie er einmal war, sagte Elmar Bodet. Später werde man dann darüber die weiteren Restaurierungsarbeiten ausführen. Unterdessen liegt die Turmspitze, die im vergangenen Monat abgenommen wurde, vor der Kirche, sie soll demnächst in Angriff genommen werden. Bis zum Richtfest allerdings werden noch einige Tage ins Land gehen, so Bodet. Er rechnet damit, dass man es Mitte oder Ende September feiern kann.
Die Restaurierungsarbeiten hatten mit einer spektakulären Kranaktion begonnen. Dabei wurde das Turmdach abgenommen, es soll am Boden restauriert und mit neuen Schindeln versehen werden. Die Arbeiten am Kirchturm sind nicht ganz einfach. Um den Turm zu fangen, wurde vor dem Beginn der Arbeiten ein Stahlgerüst aufgebaut.

MSC
Kran

Aber nicht nur das - die Stiftung zahlt auch 12 000 Euro, um die Grabkammer an der Tribohmer Kirche wieder in den alten Zustand zu versetzen. "Dabei kennen uns die Leute gar nicht", sagte Klaus-Christian Hirte, der sich dennoch über das Geld freut. Über die Internetseite der Kirchengemeinde Abrenshagen sei die Stiftung auf die Arbeiten in Tribohm aufmerksam geworden. Nun muss in dem Raum, der die ehemalige Sakristei der Kirche ist, erst einmal der Putz entfernt werden. Weil es sich um Zementputz handelt, muss das vorsichtig geschehen, zumal darunter noch alte Malereien sichtbar werden. Außerdem wird die Decke herausgenommen, weil dort Schwamm gefunden wurde, danach wird der Anbau dann auch neu gedeckt.

OZ meint

Kirchtürme sind die Wegweiser für den Tourismus


Dass Pastor Klaus-Christian Hirte ein Mann ist, der sich mittlerweile auch auf Baustellen auskennt, beweist er dadurch, dass er mit einem Affenzahn Gerüste besteigen und im gleichen Tempo wieder verlassen kann. Das mag an der Übung liegen, die er im Umgang mit hohen Bauwerken erworben hat. Vor allem aber kann man daran ablesen, dass sich der Kirchenmann auf seinen Baustellen wohlfühlt. Schließlich weiß er, was die Kirchen im Hinterland der Ostsee für den Tourismus bedeuten. Sie sind ein Anziehungspunkt - und sie gehören in die Dörfer. Deswegen müssen sie erhalten bleiben, nach diesem Vorgaben handelt die Kirchengemeinde Ahrenshagen, die nichts unversucht lässt, um die Kirchen auch für Kunst und Kultur und für Events interessant zu machen. Was jetzt in Tribohm zu sehen ist, ist das Ergebnis von viel Vorarbeit. Aber die wird sich lohnen, schon jetzt gehört das Kirchlein in Tribohm zu einem Geheimtipp unter den Kirchenfreunden, und die Bewohner können stolz sein auf ihrenKirchturm.

MSC
Ostseezeitung vom 27. September 2003
Bekrönung

Gestern wurde das restaurierte Kreuz der Kirche von Tribohm aufgestellt und von Zimmermann Matthias Hartig enthüllt. Pastor Klaus-Christian Hirte und Architekt Elmar Bodet sahen zu.

Foto: Carolin Riemer
Besonders schön am Abend

Und das ist die neue Turmbekrönung in ganzer Pracht!


Umsonst war sie sicher nicht, die Arbeit der Handwerker hier an unserem fast 600 Jahre alten Turm. Sie haben viel geschafft und gut gearbeitet bisher: die Firma Hartig aus Christinenhof und Firma Himmelreich aus Semlow - die beiden möchte ich stellvertretend für alle anderen nennen, die sich hier beteiligen... Und dann möchte ich besonders Elmar Bodet aus Stralsund danken, der sich weit über das übliche Maß hinaus, seit Jahren für unsere Tribohmer Kirche engagiert.

Dieser Turm ist noch nicht fertig, aber wir haben einen großen Teil geschafft. Und das war nur möglich durch die Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Landes, des Bundes, der Kirche und vieler, vieler Einzelspender. Rund 80.000 Euro sind inzwischen durch Spenden für die Tribohmer Kirche zusammengekommen. Viele von denen, die etwas gegeben haben, sind noch nie in Tribohm gewesen. Und trotzdem wollten sie uns unterstützen.

Denn ein Kirchturm steht ja nun nicht einfach so da, sondern er ist ein Gebäude zum Lob und zur Ehre Gottes, bewusst herausgehoben aus der Umgebung mit Glocken die weithin erschallen. Und dieser wiederhergestellte Turm soll, so empfinden das viele, auch ein Zeichen sein, gegen die Resignation in unserer Region und der Kirche.

„Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst die daran bauen.“
Gott ist es, der das Haus baut. Der über unser aller Leben wacht; der unsere Entscheidungen, unsere Erfolge und Misserfolge trägt. Möge der Segen Gottes auch weiterhin auf dieser Kirche und ihrer Gemeinde ruhen.

AMEN

Das Neue!

Etwa 210.000 Euro wurden allein in diesem Jahr in Tribohm verbaut. Restauriert wurde damit die obere Etage des Turmes. Noch einmal so viel soll der zweite Bauabschnitt im nächsten Jahr kosten. Doch woher das Geld dafür kommen soll, ist zur Zeit noch nicht geklärt. Ursprünglich sollten Mittel aus dem Programm „Dach und Fach“ eingesetzt werden. Dieses Programm wird aber nach dem Willen der Kulturstaatsministerin Weiß Ende 2003 auslaufen. Jetzt bestehen Hoffnungen, dass sich auch die „KiBa“-Stiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland an der Rettung des hölzernen Kirchturms beteiligt, sagte der Pfarrer. Wichtig seien aber auch zahlreiche Spender aus ganz Deutschland. Seit Beginn der Arbeiten an der Tribohmer Kirche 2001 haben sie insgesamt mehr als 80.000 Euro für die Rettung einer der ältesten Kirchen in Pommern gespendet.

Raimund Nitzsche
Neu gedeckte Garvekammer

Die neu gedeckte Garvekammer. Durch eine private Spende konnte die alte Betondeckung die Tage auch erneuert werden. Beim Eindecken der Kirche hatten die Mittel daüfr nicht ausgereicht.

Links die erneuerte Turmdeckung. Die Eichenschindeln werden schnell dunkler werden und hoffentlich seeehr lange halten.

Neues Turmdach
Noch kann das Gerüst nicht fallen,
die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.


Ein Bericht der Ostseezeitung vom 5.1.2004

Nach 600 Jahren nun mit Blitzableiter

Erfolg bei Sanierung der Kirche Tribohm

Mag sein, dass die Tribohmer das Schweigen der Hämmer genießen, auf jeden Fall aber erfreut der Anblick des neu gedeckten Kirchturmes. Im letzten Mai hatten Bauarbeiten an der Kirche begonnen.

Von MICHAEL SCHISSLER

Tribohm. Zunächst musste für die Restaurierung ein Gerüst gebaut werden, mit dem der obere Teil des Turmes abgefangen werden konnte. "Nun ist der erste Bauabschnitt fertig", freut sich Pastor Klaus-Christian Hirte. "Als es jetzt zu schneien begann, hatten wir den Turm wieder dicht", sagt Hirte, der sich über die termingerechte Arbeit der Handwerker freut.

Verzögerung gab es allerdings bei der Lieferung der Schindeln, die handgespalten sind und aus Bayern geholt wurden. "60 000 Nägel wurden verarbeitet", sagt der Pastor, und das Turmdach und die Glockenstube sehen aus wie neu - allerdings nicht lange, in etwa zwei Jahren wird man es nicht bemerken, dass Schindeln aus Eichenholz ersetzt wurden. "Sie werden dafür aber 150 Jahre halten", hofft Hirte.

An der Seite des Turmes, die dem Kirchenschiff zugewandt ist, haben die Dachdecker einen kleinen Teil alte Schindeln verarbeitet, um den Besuchern den Unterschied zu demonstrieren. Eine Neuerung gibt es noch, nachdem es 600 Jahre ohne ging: Der Kirchturm hat einen Blitzableiter bekommen.

Insgesamt hat der Bauabschnitt 210 000 Euro gekostet, berichtet Hirte, Teile davon haben der Bund, das Land und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bezahlt, ein guter Teil kam auch aus Spendengeldern, denn das Tribohmer Projekt ist vielfach überregional vorgestellt worden. "Aus Spendengeldern kamen etwas 100 000 Euro zusammen", sagt Hirte, "ein großer Teil davon aus den alten Bundesländern."

Besonders freut sich der Pastor über 12 000 Euro von der Katharina-und-Gerhardt-Hoffmann-Stiftung aus Hamburg. Diese hatte den Ahrenshägern 12.000 Euro überwiesen, damit die so genannte Garvekammer neu eingedeckt werden konnte. "Hier werden wir eine Ausstellung einrichten, um Touristen etwas zu bieten", schildert Hirte Planungen der Kirchengemeinde. In der Garvekammer wurden früher Gewänder der Priester aufbewahrt, erläutert Hirte dazu. Für 2004 hofft man in der Kirchengemeinde auf weitere Fördermittel, um die Restaurierung des Turmes vorantreiben zu können. Geplant ist auch, (in Inneren der Kirche) Wände mit wertvollen Malereien, die Decken und den Fußboden im Chorbereich zu restaurieren, "erst einmal ohne die Patronatslogen", sagt der Pastor.


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© Pfarramt Ahrenshagen, Stand 07.01.2004
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